Die Idee

Viele Veranstaltungen, Workshops und Projekte in Achims Kulturszene passieren nebeneinander, wir versuchen zu bündeln und in Szene zu setzen. Achim ist bunt. Ob bildende Kunst oder die Musikschule, ob einzelner Musiker oder Chor, ob eingeschränkt in Bewegung oder in der Sicht, ob DJ, Künstler oder Historiker - wir alle betreiben zusammen Kulturarbeit und sorgen dafür, dass Leidenschaft entdeckt werden kann.

  

Das Kultur Netz Achim hat sich vor zwei Jahren in Achim als „offene“ Gruppe einzelner Akteure und Künstler, Vereine und öffentlichen Einrichtungen etabliert und geht als offizielles Netzwerk am 3. September 2016 mit einem Achimer Kulturfest erstmalig in die Öffentlichkeit. Das Fest soll ein Paradebeispiel für engagierte und vernetzte Zusammenarbeit von Künstler*Innen und Kulturschaffenden in Achim sein und das kreative Potenzial in Achim präsentieren, die verschiedenen Sparten wie Bildende Kunst, Literatur, Darstellende Kunst, Musik und Historie sowie soziokulturelle bzw. partizipative Angebote werden an diesem Tag nebeneinander und miteinander dargestellt.

 

Was ist das eigenständige Profil Achims?

Die Stadt Achim bietet neben dem reinen Wohnwert eine Reihe von Einrichtungen, die erwiesener Maßen wichtig bei der Entscheidung für einen Wohnort sind. Dazu gehören neben den Schulen und Kindergärten, dem Freibad, der Bibliothek, dem KASCH und vielen anderen vor allem ihr bunter Wochenmarkt. In einer Zeit, in der Lebensmittel eigentlich verpackt, sterilisiert und industriell bearbeitet in Hochglanz Shops verkauft werden, erstaunen die ungewaschenen Kartoffeln, die mit schwieligen Bauernhänden eingepackt werden immer wieder. Gibt es neben dem Bedürfnis der Menschen nach Ursprünglichkeit - bei aller Digitalität - vielleicht noch eine weitere Triebfeder, die derart anachronistisch anmutende Einrichtungen zu Anziehungspunkten werden lässt? Beobachtet man das Treiben auf dem Markt, so fällt auf, dass es um das Treffen mit Freunden geht, um das Sehen und Gesehen werden in der Stadtgemeinde. Es geht um Kommunikation

 

Kleinstadt als Markenzeichen und nicht als Makel?

Kultur ist – und das ist seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt – ein weicher Standortfaktor. Natürlich fragt ein modernes Gewerbeunternehmen neben den Preisen für Grundstücke und die Verkehrsinfrastruktur, wie es mit der Versorgung mit Schulen, Kindergärten, Bibliotheken, öffentlichen Bädern, Sportstätten und Vereinen und mit der kulturellen Versorgung im engeren Sinne in der Kommune aussieht. Qualifiziertes Personal wird sich im Zweifel für einen Wohnort entscheiden, der entsprechende Angebote vorhält.

 

- Kleinstadt ist Gemeinschaft, ist gelebtes Netzwerk, Heimat im besten Sinne.

- Bunt, vielfältig und durch positive soziale Kontrolle vielleicht eher in der Lage Schieflagen in  
   bestimmten Entwicklungen aufzufangen bzw gegenzusteuern.

- Kleinstadt bedeutet Sichtbarkeit.

- Kleinstadt kann interessant für Besucher durch einen Schwerpunkt oder ein Thema sein.

 

Was könnte es sein?

Diversität als Prinzip. Vielfalt statt Einfalt. Ein Kultur Netz könnte bei aller Unterschiedlichkeit der Schwerpunkte ein Teil der Vielfalt sein. Das zu pflegen, zu unterstützen und zu fördern sollte in Kooperation mit Ehrenamtlichen auch Aufgabe der Stadt sein. Die Teile eines Netzwerkes sollten die Bereitschaft mitbringen, sich im Sinne eines lebendigen Gemeinwesens auf eine Präambel, ein Regelwerk oder eine Zielvereinbarung zu einigen. Der Wochenmarkt kann mit seinen unterschiedlichen Angeboten nur auf der Basis eines festgelegten Regelwerkes funktionieren?!

 

- Markenzeichen

- Gemeinsame Werbung, überregional, Veranstaltungskalender

- Terminliche Abstimmung von Aktionen, Projekten, Veranstaltungen

- Gemeinsame Projekte, Kulturfeste